Der Aufstieg der Konzerne

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der Ostindischen Kompanie

Südamerika hatte das zweifelhafte Vergnügen, den Ball ins Rollen zu bringen - Südamerika

Der nächste Schritt zur Einrichtung der Konzernherrschaft war die Gründung des ersten transnationalen Konzerns, der Ostindischen Kompanie.

Die ehrenwerte Ostindische Kompanie war eine der ersten Aktiengesellschaften. Sie wurde von einer Gruppe Geschäftsleute gegründet, die am 31. Dezember 1600 von Königin Elisabeth I von England eine königliche Konzession erhielten. Die Kompanie hatte das Ziel, Handelsprivilegien in Indien zu erlangen. Sie hatte 125 Aktionäre, ein Kapital von 72000 Pfund und wurde von einem Gouverneur und vierundzwanzig Direktoren geführt, die von der Aktionärsversammlung bestimmt wurden.

Eines der Schlüsselereignisse war der Sieg über die Portugiesen im Jahr 1612, welcher der Kompanie die Sympathie des Mogulkaisers Jahangir einbrachte. Im Jahr 1615 besuchte Sir Thomas Roe den Mogulkaiser, welcher über den Großteil des Subkontinents und über Afghanistan herrschte. Er schloss einen Handelsvertrag ab, welcher der Kompanie das ausschließliche Recht gab, in Surat und anderen Gebieten aktiv zu werden und Fabriken zu bauen.

Das Hauptgeschäft war Baumwolle, Seide, Indigo-Farbstoff, Salpeter und Tee. Oliver Chromwell erneuerte die Konzession von 1609 und erwirkte ein paar kleinere Änderungen in Bezug auf die Beteiligung an der Firma. Im Jahr 1689 war die Kompanie praktisch eine eigene Nation am indischen Festland, welche die riesigen Gebiete von Bengalen, Madras und Bombay unabhängig verwaltete und beachtliche militärische Macht hatte.

Der Erwerb von administrativen und militärische Hilfsfunktionen verwandelte die Kompanie von einem Geschäftsunternehmen zu einer Einheit, die Indien praktisch regierte. Dieser Zustand hielt bis zum Jahr 1858 an, in dem die Kompanie nach dem "indischen Aufstand" aufgelöst wurde.

Der Wohlstand der Angestellten der Kompanie erlaubte es ihnen, nach England zurückzukehren, Anwesen und Geschäfte zu kaufen und politische Macht zu erwerben. Die Kompanie entwickelte auf diese Weise eine Lobby zur Vertretung ihrer Interessen im Parlament.

Unter Druck von ehrgeizigen Kaufleuten, die private Handelsgesellschaften in Indien etablieren wollten, wurde im Jahre 1694 ein Gesetz zur Deregulation verabschiedet, das die Börsennotierung einer parallelen Ostindischen Kompanie ermöglichte. Die mächtigen Aktionäre der alten Kompanie kauften eiligst Aktien im Wert von 350 000 Pfund in der neuen Firma und dominierten sie. Beide Firmen wurden im Jahr 1702 fusioniert.

Es ist kein Zufall, dass der britische Imperialismus erst anfing, als die jüdischen Illuminati-Bankiers  sich in Großbritannien etabliert hatten und die Briten als ihre Handlanger in nicht-westlichen Ländern benutzten.

Wegen des Bedarfes an lokalen Illuminati-Agenten  wurde die Freimaurerei in Indien eingeführt. Die erste Loge wurde in 1730 in Kalkutta etabliert. Motilal Nehru (der Großvater von Indira Gandhi) war ein Illuminati-Agent und so war Helena Balavsky, welche die Theosophische Gesellschaft von Indien gründete.

Frau Annie Besant war eine wichtige Aktivisten der Theosophen, die gegen die Briten arbeitete und es trotzdem schaffte, einer Bestrafung durch die Briten zu entgehen.

Die Konzession der Ostindischen Kompanie von 1599 für den Handel  im Osten wurde vom Parlament und der Krone gewährt. Die eigentliche Autorität für die Herrschaft in Indien kam jedoch vom Mogulkaiser, der die Kompanie in den Jahren nach der Schlacht von Plassey am 2. August 1765 zu seinem offiziellen Steuereintreiber in Bengalen ernannt hatte.

Noch im Jahr 1832, als Zafir (der letzte Mogulkaiser) bereits achtundfünfzig Jahre alt war, hatte die Kompanie sich auf ihren Münzen als Vasall des Mogulkaisers dargestellt und auch ihr Großsiegel trug die Inschrift "Fidvi Shah Alam" (d.h. Schah Alams treuer Diener). Diese Inschriften wurden erst unter Sir Charles Medcalfe im Jahr 1833 entfernt. Danach passierte nichts, das die Beziehung der Parteien zu ändern schien. Obwohl die Kompanie sich nun nicht mehr aus eigenem Antrieb als Vasall beschrieb, widerriefen weder die Kompanie noch der Shah Alam jemals die Oberhoheit des Schahs über die Kompanie.

Nach dem Ende des Aufstands konnte man Zafir sicherlich als einen besiegten König behandeln, aber keinesfalls als einen Rebellen der des Verrats schuldig war, denn er war ja niemals ein Untertan gewesen. Vom rechtlichen Standpunkt aus, konnte man sogar argumentieren, dass die Ostindische Kompanie der wahre Rebell war, da sie sich gegen eine feudalen Herrscher aufgelehnt hatte, dem sie für nahezu ein Jahrhundert Gefolgstreue geschworen hatte.

Es wurde nie diskutiert, ob die Kompanie dazu berechtigt war, Zafir den Prozess zu machen. Die rechtliche Position der Regierung, dass Zafir von der Kompanie eine Rente erhielt, und dass er daher als Rentner der Firma der Rechtsprechung der Firma unterstellt war, war viel schwerer zu rechtfertigen.

William Howard Russell, ein Korrespondent des Time-Magazins, kam zu dieser Zeit im Jahre 1857 bei den Ruinen von Delhi an. Er kannte die Geschichte von Zafir und war von der zerstörten Pracht des großen Mogulpalasts ergriffen. Er war auch skeptisch in Bezug auf die Rechtmäßigkeit der Anklagen der Kompanie gegen Zafir:

"Es ist wahr, dass wir nun die gleichen Rechte und die gleichen Konzessionen für unser Herrschaftsgebiet haben, wie sie die Moslems des Hauses von Delhi während ihrer Herrschaft über Hindustan beanspruchten, die Rechte der Eroberer. Wir sind aber nicht an der Spitze einer großen Armee angekommen, mit der erklärten Absicht, das Land zu unterwerfen. Wir kamen als bescheidene Händler, deren Existenz von der Großzügigkeit und der Gunst der Beamten der Könige von Delhi abhing, und die Großmut die wir gezeigt haben, ist bloß eine kleine Anerkennung der Gunst, die seine Vorfahren unserer Rasse eingeräumt haben."

Der Untergang und das Verschwinden der Mogul-Dynastie war nicht unvermeidlich, wie der dramatische Zustrom der Sepoys zum Hof von Delhi zeigte. Zafir hatte seiner Rolle als Beschützer der Hindus und Moderator von Moslem-Forderungen immer große Bedeutung beigemessen. Er hatte nie vergessen, wie wichtig es war, die Verbindung zwischen Hindu- und Moslemuntertanen zu pflegen. Aber in den folgenden Jahren schwand das Prestige und die Weisheit der Moslems, während das Selbstvertrauen, die Ausbildung und die Macht der Hindus zunahm. Hindus und Moslems entwickelten sich auseinander, unterstützt von einer britischen Politik des Teilens und Herrschens und mit bereitwilliger Mitarbeit der Chauvinisten in beiden Religionen.

Der Riss begann in Jahr 1857, breitete sich langsam zu einer großen Kluft aus und bei der Teilung im Jahr 1947 brachen die Stücke endgültig auseinander.

Beim Fall von Delhi im September 1857 wurden nicht nur der kaiserliche Hof und die Stadt entwurzelt und zerstört, sondern auch das Selbstvertrauen und die Autorität der Mogulpolitik und -kultur in ganz Indien.

All dies verstärkte die plötzliche Verlagerung der Macht von der Moslem-Elite, welche die Stadt vor dem Aufstand dominiert hatte, zu den Hindu-Bankiers, welche danach die reichsten aller Bürger waren.

Das Konzept einer generellen Amnestie wurde schließlich offizielle Politik und diese Amnestie wurde im November 1858 verkündet. Gleichzeitig übernahm die britische Krone durch das Gesetz zur besseren Regierung Indiens alle Regierungsverantwortung, welche die Ostindische Kompanie zuvor inne gehabt hatte, und die 24 000 Soldaten der Kompanie wurden in die britische Armee eingegliedert. Hindustan verlor die Mogulkaiser, die es seit nahezu dreihundert Jahren beherrscht hatten. Nun sollte es wenigstens von einer ordentlich zusammengesetzten Kolonialregierung verwaltet werden, anstatt von einem geldgierigen transnationalen Konzern der wenigstens teilweise im Interesse der Aktionäre handelte.

Die englische Invasion hinterließ Indien ein bedrückendes Erbe. Bedrückend, weil gezielte Politik Konflikte zwischen den Hindus und Moslems schürte, die zuvor unter den Mogulkaisern ohne Spannung zusammengelebt hatten.

Die Zerstörung der alten Herrschaftsklasse - ein typischer Thema für die Befürworter einer Weltregierung - hat auch den Kern dieser Gesellschaft zerstört.

Während des Unabhängigkeitsbestrebungen gaben die Briten vor, mit dem Indischen Nationalkongress erst zu streiten und danach seinen Forderungen nachzugeben. In Wahrheit war die Machtübergabe an die Unabhängigkeitsbewegung im Voraus geplant gewesen. Mohammed Aly Jinnah merkte, dass der Indische Nationalkongress ein falsches Spiel spielte und schaffte es, ein Mandat für das gesamte islamische Pakistan zu erhalten.

Es ist kein Zufall, dass der britische Imperialismus erst begann nachdem jüdische Illuminati-Bankiers in Großbritannien Fuß gefasst hatten und die Briten als ihre Handlanger in nicht-westlichen Ländern nutzten.

Das Britische Reich, für das viele ihr Leben gaben, weil sie dachten, sie arbeiten für "König und Vaterland", war in Wirklichkeit nur eine Facette in einem großen Plan der Internationalisten.

Das ist der Grund warum es so schnell aufgelöst wurde, nachdem es seinen Zweck erfüllt hatte.

Und dann kam die letzte Runde - Die Kontrolle durch die Konzerne.